Itinerari Lazio: Viterbo

Routen Viterbo (Ferienhäuser Latium)

Routen Viterbo (Ferienhäuser Latium) Urlaub Tipps Viterbo

Wenn man von Viterbo über die Via Francigena nach Acquapendente fährt, empfiehlt es sich, ein paar Stunden in Gradoli zu verweilen, der Sommerresidenz der Farnese, die das gleichnamige Herzogtum begründeten. Das in 470 Metern Höhe auf den Hügeln um den Bolsena-See gelegene Gradoli mit seinen acht Kilometern Strand in unmittelbarer Nähe ist ein ruhiger Ort, der die Touristen anzieht. Beim Besuch der kleinen Stadt kommt man am Palazzo Farnese nicht vorbei, einem sehr interessanten Gebäude, zwischen 1515 und 1526 von Antonio da Sangallo il Giovane auf den Ruinen einer früheren Feudalburg errichtet. Die Konstruktion ist dem Kardinal Alessandro Farnese und Papst Paul III zu verdanken, der auch dann noch die Sommermonate hier verbrachte, als er bereits zum Papst ernannt worden war. Neben dem Palazzo befindet sich die Kollegiatkirche von S. Maria Maddalena, die wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde und ihr derzeitiges Aussehen im 17. Jahrhundert erhielt. Ihre Fassade ist im Barockstil gehalten, der Glockenturm ist typisch für das 17. Jahrhundert. Im Innern gibt es ein Renaissance-Taufbecken und ein Fresko aus dem 16. Jahrhundert zu sehen. Von der Kirche aus gelangt man zum Museo di Arte sacra (Museum für heilige Kunst), in dem neben liturgischen Paramenten, Kirchengeräten und Ex-Voto ein Zyklus Fresken manieristischer Schule aufbewahrt wird:15 kleine Bilder, die die Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen. Wer noch nicht genug Kirchen gesehen hat, dem sei die Kirche von San Michele Arcangelo in der Via Cavour empfohlen, die zwei kostbare Werke beherbergt. Das eine ist ein Fresko der Sienaer Schule aus dem 15. Jahrhundert, das Christus am Kruzifix darstellt; das andere ist eine Abbildung des Erzengel Michael. Darüber hinaus ist Gradoli berühmt für seine Festa degli Incappucciati, das Fest der Kapuzenträger, das jeweils am Faschingsdonnerstag stattfindet. Dann ziehen die sechzig Mitglieder der Confraternita del Purgatorio mit Kapuzen bedeckt durch die Strassen der Stadt und sammeln Sachspenden jeder Art. Diese weden anschliessend versteigert und von dem Erlös wird am Aschermittwoch ein Mittagessen für zweitausend Personen organisiert. Das Menü ist dabei seit fünf Jahrhunderten unverändert geblieben.



 
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